Die Allokation oder „ohne Koppelprodukt kein Hauptprodukt“

Bei vielen Produktionsprozessen entstehen neben dem eigentlichen Produkt sogenannte Koppelprodukte, z.B. Späne bei der Zerspanung. Hier stellt sich bei der Treibhausgasbilanzierung die Frage, wie kann ich die entstehenden Emissionen auf das Hauptprodukt und die entstehenden Nebenprodukte aufteilen. Diese Zuteilung wird Allokation genannt und folgt bestimmten Regeln: Generell gilt, dass so gut es geht Allokation vermieden werden soll, da hier meist Annahmen und Unsicherheiten das Ergebnis ungenauer machen. Vermeiden lässt sich Allokation durch

  • Aufteilen der Produktionsprozesse von Haupt- und Koppelprodukt. Dadurch können die Emissionen leicht dem jeweiligen Prozess zugeordnet werden.
  • Ist dies nicht möglich, muss geprüft werden, ob durch eine Neudefinition der deklarierten Einheit Haupt- und Koppelprodukt uns somit auch die entstehenden Emissionen zusammengefasst werden können.
  • Ist auch dies nicht möglich, wird versucht, ob das Koppelprodukt durch einen separaten Prozess hergestellt werden kann und das System somit erweitert wird.

Lässt sich die Allokation nicht vermeiden, unterscheidet man generell zwischen der physikalischen und der ökonomischen Allokation. Bei der physikalischen Allokation werden die entstehenden Emissionen auf Basis eines physikalischen Zusammenhangs zwischen Haupt- und Koppelprodukt aufgeteilt (z.B. Masse, Anzahl produzierter Einheiten oder chemische Zusammensetzung). Ist die physikalische Allokation nicht möglich, da z.B. physikalische Zusammenhänge nicht bekannt sind, können die Emissionen z.B. auf Basis des Marktpreises von Haupt- und Koppelprodukt allokiert werden. Sie wollen mehr über die Allokation erfahren? Sprechen Sie uns gerne an.