DiStEL – Digitale Materialforschung für eine nachhaltige Zukunft

Verfasst von
Patrick Kölsch
Verfasst am
7. August 2026
Kategorien
Forschung

Im Forschungsprojekt DiStEL – ‚Digitale Materialbetrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Stahlkomponenten zur Effizienzsteigerung, Lebensdauerprognose und Bestimmung des CO₂-Fußabdrucks‘ werden Material- und Komponentenzustände sowie zugehörige Prozessschritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Stahl – von der Herstellung über die Nutzung bis zur Wiederverwertung – digital erfasst. Dadurch entsteht ein Datenraum für die Materialklasse Stahl, der Aussagen über die (Rest-)Lebensdauer von Komponenten sowie deren CO₂-Fußabdruck ermöglicht – basierend auf der Qualität des Ausgangsmaterials und der Prozessführung. Ziel ist es, Effizienzpotenziale zu heben, die Lebensdauer zu prognostizieren und zur CO₂-Reduktion bzw. -Neutralität beizutragen. Das Projekt startete im Januar 2025 unter der Leitung des Konsortialführers Bosch und läuft über 3,5 Jahre mit insgesamt 11 Partnern und 2 assoziierten Partnern.

Die digitale Material- und Prozessbetrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette für zwei Stahlkomponenten soll folgende primäre Ziele ermöglichen:

  • Prozesskettenoptimierung mittels durchgehender Materialbetrachtung über die Wertschöpfungskette. Durch Einblicke in den Materialfluss und die verschiedenen Schritte der Produktion können Verbesserungspotentiale identifiziert werden, was zu einer insgesamt effizienteren und kostengünstigeren Produktion führt.
  • Sicherheit und vereinfachte Wiederverwendung der Komponenten durch digitale Materialbetrachtung, indem eine Bewertung der (Rest-)Lebensdauer ermöglicht wird. Wenn Zustände und Eigenschaften genau bekannt sind, wird die Wiederverwendung von Komponenten erleichtert.
  • Eine genaue Bestimmung des CO₂-Fußabdrucks wird durch die Erfassung und Analyse von Daten entlang der Wertschöpfungskette erreicht. Es werden Informationen über den Energieverbrauch, die Emissionen und den Ressourcenverbrauch gewonnen. Eine umfassende Bewertung der Umweltauswirkungen wird machbar und trägt zur Identifizierung von Möglichkeiten zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks bei.

 
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